So, die erste Woche habe ich gut überstanden, auch wenn es nachts noch ein bisschen kalt war. Für die nächste Woche werde ich mir definitiv eine extra "Nachtschicht" zulegen.
Da dies hier kein Tagebuch werden soll möchte ich einfach von zwei interessanten Erfahrungen berichten.
In der Uni gibt es alles, was man zum zivilen Leben braucht:
 |
Meine Ausrüstung im Schließfach, kurz vor der Heimreise.
Alles was man zum Leben braucht passt in eine Fahrradtasche. |
Duschen gibt es im Sportzentrum, einschließlich Desinfektionssprühanlage für die Füße, "Waschräume" und Toiletten sind in jedem Stockwerk an jeder Ecke zu finden. Mensa, Cafeteria, Asiatisches Essen, Pizza, Döner, Edeka Supermarkt... verhungern werde ich also auch nicht.
Schließfächer darf man leider nur tagsüber nutzen, nachts werden die Fächer (Zitat:) "regelmäßig gelehrt". Da habe ich zum Glück eine andere Erfahrung gemacht mit der Annahme, dass selbst wenn der Hausmeister ein verschlossenes Fach sieht er wenig Lust hat, den Schlüssel zu holen um zu schauen, was da drin ist...
Es gibt natürlich viele Plätze, wo man sein Handy aufladen kann, mit dem Laptop lernen kann und Bücher und Bibliotheken gibt es auch genug. Das gute an der Bibliothek: Sie hat bis 24 Uhr offen und eine Toilette :-)
Abenteuer und Zivilisation:
Von meinen bisherigen Fahrradtouren durch Canada, Alaska und viele Ecken von Deutschland weiß ich, dass man nicht jeden Tag eine geeignete Dusche findet und wenn die Kleidung nicht sehr sauber ist dann stört das auch niemanden wirklich. Aber in dieser Woche habe ich mich teilweise wirklich unwohl gefühlt. Um vom Zeltplatz in die Uni zu kommen muss ich erstmal über den Acker laufen. Danach schauen Schuhe und Fahrrad abenteuerlich aus. Das Problem ist, dass ich 20 Minuten später mitten in der Zivilisation sitze - und halbwegs zivilisiert ausguggn möchte.
 |
| Zivilisation |
Dienstag und heute Vormittag habe ich mich ein bisschen unwohl gefühlt in der Uni mitten unter zivilisierten Leuten. Heute Nachmittag habe ich es dann endlich geschafft, mein Duschzeug mit in die Uni zu nehmen und beim Hochschulsport vorbeizuschauen. Nicht zum Sport machen - nur Duschen. Und - boah - das tat gut. Das tat richtig gut, erfrischt auf den Campus zu treten. Ich habe vor, nächste Woche auch noch andere Schuhe mitzunehmen. Die Wanderschuhe sind super für Wind, Wetter, Fahrradfahren, aber auf dem Campus umherlaufen... da hätte ich schon lieber luftige Sommerschuhe.
 |
| Mein Wohnzimmer (Außenansicht) |
 |
| Sonne weg = Schlafenszeit |
Morgen geht es zurück und der Wetterbericht sagt: Sonnenschein :-) Mal schauen, ob ich eine bessere Route finde, als auf der Herfahrt. Mit besser meine ich: Etwa gleich lang, hauptsächlich Fahrradwege, keine stark befahrenen Straßen. :-)